Was ist Tagesmüdigkeit und was sind die Ursachen dafür?

Tagesmüdigkeit
Ursachen

Schlafstörungen sind heute keine Seltenheit mehr. Ganz im Gegenteil, denn viele Millionen Menschen schlafen schlecht und haben dadurch erhebliche Probleme im Alltag. Einer der gravierenden Folgen von schlechtem Schlaf ist die Tagesmüdigkeit. Sie tritt genau dann auf, wenn Menschen schlecht schlafen und sich in der Nacht nicht ausreichend erholen. Fakt ist, dass hinter der Tagesmüdigkeit noch einige weitere Ursachen stecken, denen du erst einmal auf den Grund gehen musst. Viele Menschen, die unter einer Tagesmüdigkeit leiden haben Depressionen, ADHS oder Schlafapnoe.

Bist du betroffen und leidest schon seit einiger Zeit unter Tagesmüdigkeit? Du hast bisher noch nicht herausgefunden, woran das liegt oder noch keine Lösung gefunden, um besser in den Schlaf zu finden? In diesem Artikel möchten wir dich aufklären, was Tagesmüdigkeit bedeutet, welche Ursachen dahinter stecken können und was auch du dagegen tun kannst.

Tagesmüdigkeit: eine kleine Definition

Der Begriff der Tagesmüdigkeit erklärt sich wahrscheinlich von selbst. Unter Tagesmüdigkeit leidest du genau dann, wenn du dich in der Nacht nicht erholst und am Tage müde bist. Mehr als 12 Millionen Menschen betrifft dieses Problem. Ab und zu an Tagesmüdigkeit zu leiden ist auch nicht weiter schlimm. Solltest du jedoch bemerken, dass du regelmäßig unter einer Tagesmüdigkeit leidest, solltest du der Sache auf den Grund gehen. Schließlich kann dies unter anderem ein direktes Warnsignal deines Körpers sein.

Betroffene zeigen oftmals verschiedene Symptome. Auf die folgenden Symptome kannst du bei einer Tagesmüdigkeit achten:

  • schlechte Laune und Gereiztheit am Tage
  • Nervosität
  • andauernde innere Unruhe
  • übersteigerter Hunger
  • Konzentrationsstörung
  • traurige, depressive Stimmung
  • keine Lust, antriebslos

Doch welche Ursachen stecken hinter einer Tagesmüdigkeit?

Wie du bereits von uns erfahren hast, gibt es viele Anzeichen, die auf eine Tagesmüdigkeit schließen. Wahrscheinlich hast du schon selbst bemerkt, dass du am Tage deutlich müder bist und deine Aufgaben nicht mehr bewältigen kannst. Viele Menschen greifen sofort zu Koffein oder andere Wachmacher und versuchen dadurch den schlechten oder nicht ausreichenden Schlaf zu kompensieren. Eine Lösung für das eigentliche Problem bieten diese Hilfsmittel jedoch nicht. Nicht selten verschlechtern sie den allgemeinen Zustand des Menschen zusätzlich.

Eine mangelnde Schlafhygiene ist ebenfalls ein Grund für die Tagesmüdigkeit. Beispielsweise kann schon ein Bewegungsmangel oder zu viel Essen vor dem Schlafen gehen für einen schlechten Schlaf sorgen. Kaffee, Alkohol und Nikotin sind ebenfalls nicht selten für den schlechten Schlaf verantwortlich. Nutzt du vielleicht auch einen PC, dein Smartphone oder den TV in deinem Schlafzimmer? Auch dies kann zu einer schlechten Schlafhygiene beitragen und zu Tagesmüdigkeit führen. Auch zu viel Licht im Schlafzimmer, also eine mangelhafte Verdunklung deiner Fenster können mit eine Ursache sein.

Doch nicht immer sind die einfachen, alltäglichen Faktoren für die Tagesmüdigkeit und den schlechten Schlaf verantwortlich. Bei vielen Menschen stecken sogar Krankheiten hinter der dauernden Müdigkeit. Ein Mangel an Vitamin D oder Eisen kann ein Grund sein. Hinzu kommt eine Insomnie oder Schlafapnoe. Beides ist nicht selten bei einer Tagesmüdigkeit. Stress, Angst und Depressionen gehören ebenfalls zu den häufigsten Krankheiten, die zu einem schlechten Schlaf führen. Hinzu kommen Schilddrüsenunterfunktionen und chronische Infektionskrankheiten.

Ab wann spricht man von einer Tagesmüdigkeit?

Wie schon erwähnt gibt es viele Ursachen und Hinweise auf eine Tagesmüdigkeit. Ein schlechter Schlaf ist oftmals der Grund dafür. Heutzutage leiden etwa 25 % der Deutschen an Tagesmüdigkeit. Viele von ihnen gehen sogar zu ihrem Hausarzt, um zu klären, woher die Tagesmüdigkeit kommt und wie man diese bekämpfen kann.

Doch müde ist nicht sofort müde. Es gibt hierbei einen erheblichen Unterschied. Unterschieden wird bei Experten zwischen der Tagesmüdigkeit und der Tagesschläfrigkeit. Doch selbst diese Trennung ist bei vielen Menschen und sogar Ärzten nicht ganze einfach. Es ist wichtig, dass du mit einem Arzt sprichst und eine ausführliche Anamnese durchführen lässt, um genau feststellen zu können, ob du an einer Tagesmüdigkeit leidest oder nicht. Häufig kannst du solche Untersuchungen auch in einem Schlaflabor machen.

Trotz alledem ist die Diagnose auf eine Tagesmüdigkeit eher schwierig. Ärzte arbeiten dabei mit Messemethoden, die eine Tagesmüdigkeit bestimmen können. Oftmals wird auch mit einem gezielten Fragebogen gearbeitet, bei dem das Ergebnis bereits eine Diagnose oder vielmehr eine Diagnoserichtung bietet.

Doch was passiert, wenn eine Tagesmüdigkeit vorliegt?

Solltest du die Diagnose Tagesmüdigkeit gestellt bekommen ist es wichtig, dass du dich an ein Schlaflabor wendest. Nur in diesem kannst du den Schweregrad deiner Beschwerden und vor allem auch die dahintersteckenden Ursachen erkennen lassen. Es kann sein, dass die Tagesmüdigkeit an deiner mangelnden Schlafhygiene liegt, sodass du diese selbst behandeln kannst. Andererseits kann es an einer Erkrankung liegen, bei der du ärztlichen Rat brauchst.

Je nachdem, welche Ursache hinter deiner Tagesmüdigkeit steckt, findet eine gezielte Behandlung statt. Sollte es sich um psychische Ursachen handeln wirst du eine Therapie machen oder mit Medikamenten behandelt werden. Bei einem Schlafapnoe-Syndrom wird meistens mit einer sogenannten CPAP-Therapie behandelt. Bei anderen Gründen, wie beispielsweise eine Medikamenteneinnahme oder körperliche Erkrankungen wird vorerst nach der Grunderkrankung geschaut und dann behandelt.

Das kannst du selbst für deine Schlafhygiene tun

Ein gesunder und ausgewogener Lebensstil ist nicht nur für deinen Körper sehr wichtig, sondern auch für deine Schlafhygiene. Das bedeutet, dass dein Lebensstil deine Schlafqualität beeinflussen kann und dadurch auch die Tagesmüdigkeit beeinflusst. Natürlich kannst du manche Faktoren, wie beispielsweise die Schichtarbeit nicht ändern. Gerade bei einem solchen Tages-Nachtrhythmus kommt es des Öfteren zu einer Tagesmüdigkeit.

Allerdings kannst du auf deine Ernährung achten, die gesund und ausgewogen sein sollte. Außerdem solltest du auf einen übermäßigen Alkoholkonsum verzichten, nicht Rauchen und für mehr sportliche Bewegung sorgen. Achte auch darauf, dass du versuchst, regelmäßig zwischen sechs und acht Stunden zu schlafen. Dadurch kannst du deine individuelle Schlafhygiene verbessern und die Tagesmüdigkeit bereits von selbst verringern.